Los Angeles, eine unvergessliche Tour endet!

16Aug2012


Los Angeles



Hallo Leute, Dienstagmorgen bewältigten wir die letzten 150
Meilen nach Los Angeles. Die Endstation unserer Reise. Die letzte Großstadt, ja
eher eine riesige Fläche aus mehreren kleinen Städten. LA hat eigentlich kein
richtiges Zentrum, es ist eher ein durch Freeways, Highways eng verstricktes
Kleinstadtgebiet. Es gibt z.B. Malibu, Downtown, Hollywood und Venice Beach.
Letzteres fuhren wir gestern, nachdem wir unsere Rucksäcke im Hotel verstaut
hatten, direkt an. Man betritt die Promenade und ist direkt von tausenden
Menschen umgeben, Freaks, Skater, Pumper, Straßenmusiker und und und… Dort
laufen so viel Schräge und bunte Vögel rum, wir sind gar nicht aufgefallen. Ein
Wunderschöner tierisch breiter Sandstrand, davor die Skater in im Skatepark,
die Fleischklöpse in der Mukkibude und die Basketballer auf dem Court. Rapper,
die versuchen ihre selbstaufgenommene CD an den Mann zu bringen, in meinem Fall
leider erfolgreich für 2$, ein halber Song, und Bettler und andere
„Schausteller“ die dort ihren Tagesunterhalt verdienen. Wir klapperten die
unzähligen Gift-Shops ab, saßen am Strand und guckten den Surfern zu und ließen
diese andere Welt auf uns wirken. Plautze hangelte sich noch eins von den
Kletterseilen hoch, nicht ganz so schnell wie die Pro´s aber immerhin. Danach
gingen wir in eine Bar direkt am Strand und aßen zu Abend. Vor der Bar auf der
Promenade eine Straßenband und zwei ganz Miese Gestalten, die zu der Musik der
Band versuchten ihre unförmigen Körper zu bewegen, um dann am Ende was vom
Trinkgeld abzugreifen. Bei uns das Standartprogramm, Burger, Pizza, Fritten und
Bier. Wir verließen die gewöhnungsbedürftige Welt und fuhren zurück zum Hotel.
Das LA Nachtleben ließen wir sausen.  Wir
waren alle im Eimer vom Vorabend und der Teil von LA war ca. 20Km entfernt.
Dirk hat nen großen Träger Miller geschmissen, bzw. er war an der Reihe. Jeden
Abend ein anderer.  Ich war mit Boden
schlafen dran, naja es hilft ja nichts. Heute Morgen checkten wir aus, um uns
auf den Weg nach Hollywood zu machen. Sause stellte vorher noch fest, dass A
Million To One Shot beim Hund-Fest als viertes spielen würde, da ja noch eine
erste Band namens: „Running Order“ dazugekommen ist! Guten Morgen Sause…  Wir fuhren Richtung Hollywood Schild, ließen
uns Touri-Like davor ablichten und fuhren weiter zum Walk of Fame, mit einem
kleinen Zwischenstopp bei Jack In The Box, Amerikas bester Fast Food Kette. Der
Walk of Fame, gefühlte eine Million Sterne in den Boden eingelassen, wovon ich
persönlich 98% nicht kenne. Aber es interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht
die Bohne, was für wichtige und tolle Menschen, dort ein Stern im Bürgersteig
einbetoniert bekommen haben. Die anderen Touristen dafür umso mehr. Wir liefen
den Walk ab, Benni brauchte noch ein Foto vom Bruce Willis Stein. Mitten in
Hollywood, der halbe Hollywood Blvd abgesperrt. Heute Abend ist Premiere für
The Expandables 2. Die bekloppten Autogrammjäger und Paparazzi standen jetzt
schon an den Absperrungen. Überall Plakate des Films und Rote Teppiche, Massen
von Film-Bekloppten Touristen, welche diese Betonklötze, wo die Schauspieler
ihre Hände in Beton drücken, total abfeiern. Leute in Kostümen, die den Blvd
rauf und runter laufen, alle 20m Promoter von irgendwelchen Stadtrundfahrten…
Schrecklich!!! Überhaupt nicht mein 
Ding. Naja, man muss es ja mal gesehen haben, ich brauch es nicht
wieder. Wieder ab ins Auto, 25Km bis zum Flughafen. Wir mussten heute unser
Auto abgeben. Wir räumten unseren treuen KIA, er ließ uns nicht einmal im
Stich. Leider gibt es im LAX keine Schließfächer, so müssen wir jetzt am
Flughafen abhängen. Bis in die Stadt sind es wieder 25Km. Damit endet auch
unser LA Trip, sowie auch unsere Reise! Am Flughafen haben wir uns vor einer
Stunde ca. in eine Relax-Lounge eingekauft, diese hat bis 0.00 auf, Getränke
und Internet inklusive. Der Spaß kostet zwar 
50$ aber die machen den Kohl auch nicht mehr fett. Sause und Dirk haben
das Geld gespart, aber allein die Sessel hier entschädigen. Um 7.00 Morgens
geht unser Flieger, quasi in 13h! Fazit: LA ist viel zu groß, um das in zwei
Tagen abzufrühstücken,  die Strände sind
hier echt schön aber sonst war es nicht so mein Fall. Wir fanden die anderen
Städte besser. Jetzt haben wir Hollywood gesehen, Venice Beach, Malibu. Ich
wüsste jetzt nicht was mich hier sonst noch reizen würde.



Drei Wochen sind rum, es ging viel zu Schnell. Aber das
kennt ja jeder, Urlaub geht immer zu schnell vorbei, wobei wir uns auch alle
auf zu Hause freuen. Mal wieder was vernünftiges Essen, keine Burger oder im
Allgemeinen Fast Food. Es ist aber auch sau schwer hier, es gibt in jedem
Restaurant das gleiche: Pizza, Burger, Sandwiches, Fritten, Steak. Ein
Beispiel: Kauft man bei Wal-Mart einen Apfel, kostet dieser 2$, kauft man Brot
und Wurst oder ähnliches normales, kann man dafür Billiger Essen gehen. Der
Burger kostet z.B. bei Mcs 1$. Wo ist der Fehler?! Ich habe viel Wiener
Würstchen gegessen, abgepackt, 8stck. von 1,50$ bis 4,50$, je nach Stadt oder
Nationalpark. Die Amerikaner sind ein sehr freundliches Volk, alle total
Patriotisch teilweise auch total gläubig. Auf jedem noch so kleinen Laden,
hängt eine Stars&Stripes Flagge, in jedem Ort, wirklich in jedem, gibt es
ein Subway. Kaum ein Amerikaner isst seinen Teller ab. Alle trinken Bud Light,
wenn sie Bier trinken oder Dr. Pepper, eine sau widerliche, süße Cola.
Allgemein sind viele Speisen hier extrem Süß, auch das Bier war mir persönlich
zu süffig, immer wenn es möglich war, haben wir versucht herberes Bier zu
bekommen. Auf der Straße fahren hauptsächlich riesige, sprittfressende Pick
Ups. Außer in NY, dort fahren nur gelbe Taxis. Es ist hier sowieso alles etwas
größer, ob die Autos, die Portionen, Die LKWs, Bäume, Silikonbrüste, die Burger,
Städte, Gebäude und und und…  In NY war
es ziemlich coll, zwar sehr warm und hektisch aber eine echt tolle Stadt, sehr
aufregend! Dort werde ich bestimmt noch einmal irgendwann hinfliegen In Vegas
war es noch heißer und eine tolle Erfahrung in den Casinos, außer Zocken und
Feiern, kann man dort aber auch nicht viel mehr machen. Die Nationalparks waren
auch echt imposant, Yosemite, die Redwoods z.B. Nichts aber geht über den Grand
Canyon! Das muss man gesehen haben, man kann sich diese Ausmaße nicht
vorstellen. Die Route 66 ist viel Wüste und karges Land. San Francisco war die
schönste Stadt, sehr entspannend, angenehmes Klima und auch nicht so überteuert
wie NY. Desto Südlicher wir von SF fuhren, desto wärmer wurde es auch wieder.
Die Küstenorte waren klein aber fein, dort ist Hauptfortbewegungsmittel, dass
gute alte Skateboard oder Longboard. 
Manchmal hatten wir das Gefühl, dass in Kalifornien jeder Skateboard
fährt, mit dem krönenden Ende im Venice Beach Skatebark. Das war für uns alle
wohl der bisher aufregendste Urlaub überhaut, wir haben in den drei Wochen so
viel gesehen aber auch so viel Mist erzählt, gelacht und geschlemmt… Wir haben
so viel zu erzählen und ca. 4000 Fotos geschossen, dank unseres Professionellen
Urlaubsfotografen Dirk. Unser Klischee, wie die Amerikaner über uns „Germans“
denken, bekamen wir hier total bestätigt. Immer auf eine sympathische Art und
Weise, alleine das wir normales Budweiser trinken und kein Bud Light, ist hier
unnormal. Unsere Highlights waren z.B. in NY das Yankees Spiel und die Fahrradtouren,
Desert View im Canyon. Tim fand es am besten in Vegas. SF, die Fishermans
Wharf, die Golden Gate Bridge, dass Mad Dog In The Fog oder die kleinen urigen
Pubs in den Küstenorten. Sause und Benni haben sich in die Twinkis verliebt,
Dirk und Ich sind im Bieber Fieber, so dass wir uns auch eine CD zugelegt
haben. Uns alle, hat ein wenig das Baseball Fieber gepackt. Fast jeden Abend
haben wir die Highlights im TV verfolgt, leider hat es sich für ein zweites
Spiel in SF nicht gepasst. Achso, REAL-Einmal hin, alles drin?! Ihr wart noch
nicht bei Wal-Mart…  


Insgesamt haben wir ca. 3000Km mit unser Karre zurückgelegt,
zu viel Geld für Unsinn verprasst und Sachen erlebt und gesehen, die uns nie
wieder wer nimmt!


Mittlerweile ist es 19.30, wir haben gerad bemerkt das in
unserer Loge auch das Bier mit im Preis mit inbegriffen ist. Die Amerikanischen
Mitbürger, vorne am Tresen, köpfen eine Flasche Wein nach der anderen und sind
lattenstramm! Sie Singen sogar schon…  Freitagmorgen
um 7.00 betreten wir wieder Berliner Boden.


Damit schließen wir unseren Blog, schön wars, wir kommen
jetzt nach Hause!


Bye

Santa Barbara

15Aug2012

Santa Barbara


Wir kamen gegen Mittag in Santa Barbara an, schön warm, kein
kalter Wind. Direkt am Strand, suchten wir uns eine gemütliche Unterkunft, dass
Mason Beach INN. Schicke Hütte, für  150$
die Nacht, wir blieben zwei. Wir zogen alle unsere Badebuxe an und marschierten
zum Strand. Traumhaft, sau breit, schön warm und nicht viel los. Auf dem Weg
zum Strand, wurden wir von einer freundlichen Dame darauf aufmerksam gemacht,
dass  100m weiter ein Footvolley Turnier
stattfindet und das Budweiser pro Dose nur 2$ kostet. Wir lümmelten also ne
Stunde am Strand rum, bevor wir uns auf den Weg zu dem extra errichteten
Tribünen machten. Dort spielten, über ein Volleyball Netz, 2 vs. 2 Footvolley.
Quasi Volleyball, wo Hände nicht erlaubt sind. Wir schauten uns das Spektakel
ca. eine Stunde an, verhafteten mehrere 2$ Buds und staunten über die
Akrobatischen Einlagen der Spieler. Es war sehr unterhaltsam, der Kommentator,
welcher nur Sperrmüll erzählte, trug sein Übriges dazu bei. Danach gingen wir
in die Stadt, wir wollten nen Slice Pizza essen, dieser kostete in dem etwas
teureren Santa Barbara 5,50$. Egal, wir hatten Dampf, soviel, dass wir uns eine
Bude weiter auch noch nen Hot-Dog reindrückten. Jaaa, wir ernähren uns
weiterhin gesund! Abends schlenderten wir durch die Stadt und suchten uns ein
Lokal, dort gab es Steak, Pizza, Burger, dass übliche. Wir speisten lecker zu
Abend, um danach verzweifelt, ein Laden zu finden, der noch Getränke verkauft.
Wir fuhren sogar extra nochmal mit dem Auto los, um dann festzustellen, dass um
die Ecke einer gewesen wäre. Wir ließen den Abend am Pool ausklingen.
Montagmorgen standen wir um 11.00 auf und bewegten uns wieder Richtung Strand,
wir hatten uns mittlerweile alle tierisch den Kadaver verbrannt. Wir hingen
dort ne Stunde ab, bevor Dirk und ich uns ein Kajak mieteten. Drei Stunden 16$,
wobei der Kajaksiggi sagte, dass wir es so lange haben könnten, wie wir
wollten. Also, jeder auf sein Kajak und raus aus dem Hafen. Tim wollte
eigentlich auch mit, doch er hatte Angst, dass es wieder so eine Gewalt Tour,
wie unsere Radtouren werden würde. Wir paddelten an Bojen vorbei, worauf die
Robben Siesta hielten, bis Dirk sein neues Ziel ins Auge gefasst hatte. Leider
lag dieses Ziel 2Km entfernt und war gegen die Strömung. Dirk wollte unbedingt
zur Landspitze paddeln… Eine erneute Gewalt Tour begann! Nach 20min hatten wir
die Hälfte geschafft, wir brauchten eine Pause. Wir ruderten also ganz cool an
Strand ran, um von den Wellen, ganz easy, ans Ufer gespült zu werden. Leider
hatten wir das noch nicht so drauf, eine Welle erfasste uns seitwärts und
schleuderte uns aus dem Boot, dabei blieb ich mit meiner Schwimmweste am Paddel
hängen und wir legten uns schön auf die Klappe. Die Standbesucher hatten wohl
ihren Spaß, schöne Dorftrottel! Wir gönnten uns ne große Coke, der 1L Becher
war, wie in jedem Getränk was man kauft, zu 90% mit Eiswürfeln gefüllt. Weiter
ging die paddelei, nach einer Stunde waren wir da. Wir guckten uns alles an,
gingen noch ein Stück zu Fuß und mussten zur unserer Erschütterung feststellen,
dass dort Abwasser ins Meer geleitet wird. Der Rückweg war dafür sehr
entspannt, wir konnten uns schön von der Strömung treiben lassen. Neben uns
tauchten immer wieder Robben auf und guckten wie nen Auto. Nach drei Stunden
liefen wir wieder im Hafen ein, holten unsere verlassenen Handtücher und zurück
zum Hotel. Die anderen hatten nämlich mittlerweile die Segel gestrichen. Im
Hotel bzw. im Pool angekommen, bemerkten Dirk und ich, dass wir in irgendeine
schwarze, klebrige Pampe getreten sind. Es war Öl oder Teer und so klebrig,
dass man es nur durch ordentlich schruppen wieder  abbekam. Meine geliebte lila Ostzonen
Badehose ist dadurch nicht mehr wirklich tragbar… Abends gingen wir in einen
BBQ Grill. Dort gab es alles was das Herz begehrt, Rippchen, Hähnchen, Burger
und Pitcher! Dirk und ich aßen die Hähnchen Grillplatte, mit Fries und Onion
Rings. Sause, Benni und Plautze pfiffen sich wieder Rippchen rein.  Das Hähnchen wurde in einer Barbecue Soße
gebraten und tierisch lecker! Wir waren uns einig, das Essen kommt unter die
Top drei unserer bisherigen ausgewogenen Ernährung. Wir tranken zwei Pitcher,
Benni einen alleine und verabschiedeten uns auf einen (!) Absacker in die
Karaoke Bar gegenüber. Da wir uns mittlerweile zu gut kennen, wurden aus dem
Einen, mehrere. Es gab Magners und es lief völlig aus dem Ruder. Zu allem
Überfluss, war Sause der Meinung er müsste eine Runde Jägermeister ausgeben,
wiiiiiiiiderlich! Acht Runden und gefühlten 100 besoffenen Karaoke Sängern später,Benni
war schon auf seinem Stuhl eingepennt, machte der Schuppen um 1.30 dicht. Wir
also raus und gegenüber inne andere Pinte! Die machte um 2.00 zu, also noch
schnell nen Bier um dann draußen auf der Straße zu stehen. Hmm, was nu!? Taxi
und ab zur Tanke, die dürfen aber leider auch ab 2.00 keine Träger mehr
verkaufen. Tim und ich versuchten dem Tankwart noch unter der Hand nen Träger
aus dem Kreuz zu leiern, ohne Erfolg. Er meinte, wenn das sein Boss sieht, über
die Überwachungskamera, gibts ärger! Im Nachhinein betrachtet, war es ganz gut,
dass wir keinen Träger mehr bekommen haben, denn heute Morgen hatten alle nen
tierischen Helm auf! Fazit: Der zweite Abend in Santa Barbara war top! Santa
Barbara war bisher der schönste kleinere Küstenort wo wir waren, wesentlich
wärmer als in Santa Cruz und nicht so windig.


Mittlerweile neigt sich unsere Kulturelle Expedition dem
Ende. Wir sind gerad auf dem Weg Richtung Los Angeles, dort machen wir nochmal
ein wenig Sightseeing. Donnerstagmorgen geht der Flieger…


Grüße

Santa Cruz und Pismo Beach

13Aug2012

Santa Cruz


Am Freitagmittag kamen wir dann in Santa Cruz an, ein
schönes Fleckchen Erde direkt an der Küste, ein Badeort. Wir suchten uns erst
mal wieder ein Motel um danach die Flaniermeile abzuchecken. Direkt am Strand
ist eine Art Rummel, mit Holzachterbahn, Geisterbahn und und und… Dazu,
natürlich, ca. 100 Fressbuden. Natürlich nutzten wir eine dieser Buden, um erst
mal unseren obligatorischen Mittagsburger 
zu essen. Der Jahrmarkt ist dort fest und wird nie abgebaut. Zurück zum
Hostel, cremten wir uns ordentlich ein und entfernten noch schnell ein paar Hautreste
von unseren pellenden Sonnenbränden, ab zum Strand! Handtücher ausbreiten,
abschalten, Sonnen! Benni und Plautze testeten vorsichtig den Pazifik an,
erfrischende 18C*. Man darf am Strand nicht: Trinken, Rauchen, Baseball, mit
irgendwelchen Vehikeln fahren, Drachen fliegen. Eigentlich durfte man dort nur
liegen! Naja, wir entspannten, bis es Plautze und Benni zu langweilig wurde und
die beiden lieber Achterbahn fuhren. Abends gingen wir zum „Firefish“ ein
Restaurant wo es Fischspezialitäten gab und Burger, es gibt überall Burger!
Benni und Dirk aßen die Fischplatte, Sause und P. Cheeseburger und ich
gegrillte Calamari. Die Tintenfische sahen aus wie Chicken Mc Nuggest, sie
schmeckten sogar so, aber war trotzdem ganz gut! Danach zogen wir uns noch schnell
alle ne Jacke an, weil es wieder, wie auch in Sf, arsch kalt geworden ist. Wir
wanderten wieder über die Flaniermeile, dort spielte auch eine Band. Wir
kannten zwar einige Songs, leider aber die Band nicht. Neben der Band stand ein
Mann auf der Bühne, der das komplette Konzert für Hörgeschädigte in
Gebärdensprache übersetzte, verrückt! Danach testeten wir bei einem
Schausteller unsere Wurfgeschwindigkeit, man warf auf eine Wand, auf einen
imaginären Schläger beim Baseball und die Anlage hat dann die Geschwindigkeit
des Wurfes gemessen! 1. Benni 44Mph, 2.Sause (42) 3. Ich (41) 4. Plautze (40)
und letzter Gewinner, Dirk mit 33Mph. Daraufhin schlugen wir Dirk eine Karriere
als Pitcher vor. Zur späterer Stunde war wieder Miller Highlife Time, wir
nutzten unseren Balkon, welchen wir dieses Mal mit dazubekamen,  ausgiebig! Schlafen… Samstagmorgen, alle
verpennt! Ab auf den Highway No.1. Wir fuhren wieder fast den ganzen Tag Auto,
mit einigen Zwischenstopps. Bei Wal-Mart kauften Benni und ich uns nen Baseball
Handschuh und Bälle, Plautze nutzte die Gelegenheit und probierte einige der
Spottbilligen Dickies Hosen an, er stellte mit Erschütterung fest, dass er zwei
Hosengrößen zugelegt hatte. Wir hielten noch zwei-, dreimal an Punkten wo man
eine tolle Aussicht hatte und hielten diese auf Zelluloid fest. Abends kamen
wir dann in Pismo-Beach an, dort versuchten wir in mehreren Anläufen eine
Unterkunft zu finden, war fast alles ausgebucht. Wir kamen im Best Western
Hotel unter, 260$ die Nacht aber nur ein Bett! Naja, wir fuhren noch kurzerhand
ins Pismo-Beach Outlet, kauften uns im Vans Store noch Schuhe und anderen
Schnick-Schnack, um dann danach bei Jack in the Box, eine der unzähligen
Burgerketten, zu Abend zu Fast-Footen. Mittlerweile haben wir, Mcs, BK, In&Out,
unzählige alltägliche Burgerlokale und jetzt Jack in the Box getestet. Wir sind
uns uneinig, welcher Schuppen die besten Bremsklötze hat. Plautze versprach,
dass wenn unser Zimmer mit Meerblick wäre, noch einen Träger zu schmeißen. Da
das der Fall war, kauften wir diesen noch umgehend ein, bezogen unsere Terrasse
mit Meerblick und ließen den Abend ausklingen. Naja, nicht ganz, uns fiel ein,
dass wir ja den Pool nochmal testen könnten, der hatte ja schließlich bis 22.00
auf. Wir saßen im Whirlpool bzw. Badewanne, Plautze schwamm nebenan seine zwei
Hosengrößen ab. Traumhaft! Da wir noch ein Zustellbett bekamen, entspannte sich
die Schlafsituation. Sause, Tim in der Mitte als Schallschutz, ich pennten in
dem Kingsize Bett. Benni war mit Boden dran, Dirk auf dem extra Bett. Sause
schnarchte zur Abwechslung mal nicht wie ein Presslufthammer, so konnten wir
alle entspannt schlafen. Mittlerweile ist es Sonntagmorgen und wir sind auf dem
Weg Richtung Santa Barbara, wieder ein Küstenort.



Wir haben es mitbekommen, Eintracht ist mit zwei Siegen
gestartet, Wir gewinnen gegen Didderse und unsere Kölner schieben Frust…



Schön Gruß, bald sind wir wieder da!

3 Tage San Francisco

11Aug2012



 



San Francisco



Hallo Leute, jaja, die Bike Tour… Am Dienstag standen wir
also früh auf und latschen den Weg zum Pier 39 zu Fuß. Berg auf, Berg ab! Am
Vorabend hatten wir uns schon ein paar Bikes ausgeguckt, wir wollten diesmal
Mountainbikes nehmen, um eine Downhill Abfahrt mitzunehmen. Wir holten also
unsere teuren und gutfahrenden Vehikel ab und bewegten uns ganz entspannt, an
der Küste entlang, Richtung Golden Gate Bridge. Eine erste ordentliche Steigung,
hoch zur Bridge. Es sollte nicht die letzte sein… Oben angekommen, erst mal
vorsichtshalber am Bridge Kiosk nen Wasser führ die Fahrt einkaufen. Rauf auf die
Hängebrücke, ein ca. 1,80m breiter Weg, für beide Richtungen! Gleich am Anfang,
empfing uns eine Japanische Schulklasse, es war ungefähr so als würde man
versuchen in einer H&M Umkleidekabine, mit 50 Mann ne Polonaise zu machen.
Naja, rechts das Wasser, links die Fahrbahn und dazu noch sau windig! Aber es
hat Spaß gemacht. Wir quetschten uns also zur anderen Seite der Brücke,
schossen ein paar Fotos und nahmen dann die ca. 2Km lange Abfahrt in das
Örtchen Sausalito. Dort aßen wir ne ordentliche Wurstbemme, im Tante-Emma Laden
um die Ecke „günstig“ gekauft, um für die weiteren Aufgaben gestärkt zu sein!
Nun ja, um eine Downhill Abfahrt zu machen, muss man ja erst mal irgendwo
hochfahren. Dann ging die Plackerei los, wir lachten zu Anfang noch über den
ersten Gang des Fahrrads. „Wenn wir den drin haben, fahren wir ja rückwärts“ Jetzt
hatten wir alle Gang eins von 27 drin und knüppelten im Schneckentempo die
Serpentinen hoch. Ca. 3 Km eine Steigung, jenseits von Gut und Böse! Oben
angekommen, total durchgeschwitzt, Tim wieder im Sauerstoff Zelt, „Lance“ erst mal
Fluppe inne Luke, begutachteten wir die Abfahrt quer durch den Busch. Ab ging
die wilde Fahrt, mit Vollgas über Stock und Stein, die Bremsen und Reifen
glühten. Die Abfahrt entschädigte für den verdammten Anstieg. Wieder im Tal,
steuerten wir einen Strand, auf der anderen Seite der Insel an. Dort gab es ca.
zehn Baracken, wo jugendliche im Sommer ihre Ferien verbringen. Es erinnerte
ein wenig an Ferienlager in der DDR. Wir haben uns gefragt was die da machen,
zum Baden zu kalt, außer Surfen im Neopren Anzug war da nicht viel möglich. Wir
kletterten auf die Steilküste und hatten eine tolle Aussicht über den ganzen
Küstenbereich. Man musste echt aufpassen, dass man dort oben nicht vom Wind um
gepustet wird, so stark war dieser! Wir fuhren weiter, mittlerweile waren wir
alle ziemlich im Eimer und der Arsch tat tierisch weh, von den total bequemen
Sätteln. Da wir ja zurück nach San Francisco mussten, mussten wir ja
zwangsläufig wieder über die Gate Bridge, also auch wieder die Steigung hoch.
Dann ging es wieder los, die Downhill Strecke, welche wir abfuhren, jetzt
wieder hoch! Zu unseren, aus dem Yosemite sowieso schon verbrannten Schultern
und Rücken, gesellten sich jetzt die restlichen Körperteile in einer warmen
roten Farbe dazu. Der Schweiß lief die Pauke runter, jeder tritt in die Pedale
war eine Qual, wat nen entspannter Urlaub! Nach 20min waren wir oben, fuhren
die Straße im Affenzahn wieder Berg ab, über die Bridge und zurück zum
Fahrradverleih. Tim ging es gar nicht gut, leichter Sonnenstich! Naja, wir
haben wieder einiges gesehen. Dann gingen wir einkaufen, 2Kg Nudeln und Soße
dazu. Wir kochten zur Abwechslung mal selber… Tim ging es nach vier Tellern
Nudeln wieder besser und wir machten uns auf den Weg zum „Mad Dog in the Fog“,
quer durch SF. Dort sollte es über 150 Biersorten geben und die gab es auch!
Super Laden, total voll, wir mittendrin, scannten die Kühlschränke und dann,
unglaublich, der Schuppen hatte Schneider Weiße Original! 10$ die Flasche,
egal. Es war der pure Genuss! Ich war nicht mal der einzige, der das edle
Gesöff trank, nur die amerikanischen Mitbürger, trinken es direkt aus der
Flasche!? Dirk, Benni und Sause testeten fleißig durch, ich blieb bei
Schneider! Plautze schlief am Tisch, der war kaputt. Wir blieben bis die Stühle
hochgestellt wurden und verabschiedeten uns via Taxi zurück zum Hostel.
Mittwoch, gingen wir shoppen. Da sie bei Dior, Chanel und wie die ganzen Juppi
Marken auch heißen mögen, leider keine passenden Klamotten für uns hatten,
hielten wir uns ca. ne Stunde im Vans-Store auf und ließen die Kreditkarten
glühen. Im Kaufrausch besuchten wir noch weitere Läden, z.B. den riesigen
Levis-Store, dieser war aber sehr enttäuschend, da gibt’s in WOB im Outlet
coolere Sachen. Wir verfrachteten den ganzen Kram im Hostel, um dann via Cable-Car
zur Wharf zu fahren, In&Out Burger war unser Ziel. Wir stellten uns also an
DER Touristen Aktration überhaupt an, um mit dem klapprigen Waggon über die
Berge gezogen zu werden. 6$ die Fahrt, der Waggon kam, wir hängten uns von
außen ran und fuhren los! Applaus für den Bremser der Karre, der hatte nämlich
ganz tolle Glockenspiele, mit seiner unter der Decke hängenden Glocke, aufm
Kasten. Leider wurden Benni und ich nicht abkassiert, so sparten wir uns die
sechs Kröten. Bei In&Out gab es untypischer weise nur drei Burger zur Auswahl.
Cheeseburger, Hamburger oder das Ganze mit doppelt Fleisch. Der Burger wurde
uns von Fachleuten empfohlen, war aber nicht der beste von den unzähligen
Burgern, die wir schon vernichtet hatten. Der eigentliche Grund wieder zum Pier
39 zu fahren, war eine Bootstour. Zur Auswahl standen die Speedboot Tour oder
die Romantische Sonnenuntergangs Fahrt auf dem 
Segelboot für Paare, Freibier inklusive. Benni und P fuhren Speedboot,
Sause, Dirk und ich entschlossen uns kurzerhand für die Freibiertour. 45$ pro
Nase! So saßen dann vier Paare auf der Sardinenbüchse und wir drei von der
Tankstelle. Wir liefen aus dem Hafen aus, sau windig! Dirk hatte keine Jacke
mit, es war ziemlich frisch. Erste Welle, erste Gischt, nass waren wir. Wir
segelten quer durch die Bucht vor SF, an Alcatraz vobei und wieder zurück.
Tolle Kulisse! Dirk musste sich irgendwann ne Jacke von Captain Iglo leihen und
ne Decke bekamen wir auch gleich dazu, wir hatten ja dummerweise unser
Segeloutfit zu Hause gelassen. Das  Bier
kam auch ran und nach zwei Stunden und nem Sonnenuntergang liefen wir total durchgefroren
wieder im Hafen ein. Wir aßen noch lecker Fish&Chips, um danach 1,5 Stunden
nach dem im Internet angepriesenen Kneipenviertel zu Suchen. Leider fanden wir
dieses nicht, wir landeten also wieder 
in unserer Stammkneipe, gleich um die Ecke. Es gab mal wieder Magners,
neben Miller Highlife unser Lieblings Bier. Donnerstag, auschecken, um dann
5min später, in anderen Zimmern wieder einzuchecken. Wir hatten nämlich
versehentlich am Dienstag, um eine Nacht verlängert. Naja, also noch ein Tag in
SF. Wir nahmen uns die Alcatraz Tour vor, leider war diese für die nächsten 12
Tage schon ausgebucht. Benni, Sause und Dirk besuchten das Aquarium am Pier 39,
Plautze und ich gingen in die Kneipe. Wieder eine mit mehreren Biersorten. Ich
fragte den Kneipier, ob es auch deutsches Bier gäbe. Er Anwortete mit „No
sorry“ Nagut, dann nehme ich ein Becks. Da kannte sich einer hinter seiner
eigenen Theke nicht aus… Wir ließen es uns gut gehen! Nachdem die anderen
fertig waren mit Fische gucken, kauften wir unser Abendbrot ein und kochten im
Hostel. Es gab für Benni, Plautze und mich Lasagne, die Familien Packung.
Währenddessen die Pasta im Ofen brutzelte, fuhren wir zu einem Schuppen um uns
für das ausverkaufte Konzert von Me First and the gimme gimmes, in eine
Schlange zu stellen. Wir standen dort so lange, nichts rührte sich, die Lasagne
im Ofen… Also ohne Tickets Vollgas zurück, die Lasagne war auf den Punkt! Glück
gehabt, die ganze Bude hat schon gemüffelt… Dann lösten ein paar idiotische
Franzosen den Feueralarm im Hostel aus, die Feuerwehr rückte mit zwei Wagen an,
fast so schnell wie Feuerwehr Volkmarsdorf! Fehlalarm… Wir entschlossen uns
wieder in die Haight Street zu fahren, das Hippieviertel von SF. Dort war auch
die Mad Dog Bar von Dienstag, diesmal besuchten wir aber eine andere Bar, es
wurde wieder feucht fröhlich, unsere Tarnung flog durch unseren Konsum von
Magners wieder schnell auf. Wir feuerten Dollar um Dollar in die Kasse des
Barmanns und in dessen Musicbox. Wir schlossen den Laden um 1.30 ab und wankten
mit einem Slice Peperoni Pizza  zum
Hostel. Die Pizza ist hier übrigens der Wahnsinn! Das war unser San Francisco
trip… Fazit: Die Stadt ist nicht so schnelllebig, wie NY oder Vegas. Alles ein
wenig entspannter, bei „nur“ 700.000 Einwohnern auch kein Wunder. Ziemlich von
Touristen überlaufen, Preise waren human. Es ist europäischer als in anderen
Städten, alles in allem eine tolle Stadt, wo man sehr viel erleben kann.



Mittlerweile ist es Freitag, wir haben schon zwei Wochen rum
und sau viel gesehen. Jetzt fahren wir den Highway No.1 runter. Nächstes Ziel
ist Santa Cruz, jetzt wird nur noch am Strand abgehangen, zumindest haben wir
das vor…

San Francisco

08Aug2012



Tag 9, San Francisco



Hey Guys, wir aßen also am Sonntag noch zu Abend, wieder im
Steakhouse! Bis auf Benni aßen wir alle Rippchen, Sause die kleine Portion,
Dirk und Tim die große und ich die mittlere. Und dann das unfassbare, Plautze
schaffte seine Portion nicht! Wahnsinn, neulich wagt es Sause ohne Murren sein
Teller abzuessen und jetzt das! Naja, sowas soll es auch geben.



Naja, Montagmorgen fuhren wir Richtung San Francisco. 3
Stunden Fahrt. Wir fuhren 3,5, weil wir unbedingt über die Golden Gate Bridge
einfahren wollten. So geschah es auch, tolle Kulisse, links das ehemalige
Vergnügungszentrum Alcatraz, rechts der Pazifik, vor uns die Mautstation zum 6$
abdrücken! Rein in die Stadt, sehr viel deutsche Autos hier, vorrangig BMW.
Muss daran liegen, dass die die Stadt sehr europäisch angehaucht ist. Hostel
suchen, wir fuhren quer durch die City, Berg auf, Berg ab und was für
Steigungen bzw. Gefälle! Unser Hostel lag in einer idyllischen Gegend, lins und
rechts am Straßenrand, gepflegt drein schauende Bettler und freundlich wirkende
Junkies, die ihre täglich Portion Koks direkt auf der Straße einschmissen.
Neben unserem Hostel, das Hilton Hotel! So eng liegt alles beieinander… Wir
bezogen unsere Buden, die Schnarcher auf nem dreier Zimmer, Dirk und ich auf
nem vierer Zimmer. Unsere Bettnachbarn kommen aus Japan, der eine heißt „Moon“
und trägt ganz gern schicke Sandalen und ne Brille. Benni und ich machten uns
also auf den Weg Richtung Fishermans Wharf, die anderen mussten noch ne
Waschmaschine anschmeißen. Wir gingen also die erste Steigung hinauf, bis ein
Feueralarm am Gebäude gegenüber ertönte. Innerhalb von zwei Minuten waren drei
Feuerwehrwagen mit Ohrenbetäubendem Lärm zugegen, schön immer die SF Berge hoch
und runter. Nach einer halben Stunde waren wir dann am Ziel. Links die Golden
Gate Bridge, vor uns Pier 39. Lauter Kneipen, Staubfänger Shops und
Fressmeilen. Tausenden Menschen, Straßenmusiker und ein etwas kälteres Klima
als in den Orten wo wir vorher waren, aber trotzdem ziemlich cool alles! Benni
und ich entschieden uns die rein zufällig frei gewordenen Barhocker, an einer
Coctail Bar in Beschlag zu nehmen. Und es gab Guinness, endlich mal wieder. Wir
warteten an der Bar auf die Waschfrauen, um dann gemeinsam in Luigis Pizzeria
zu gehen, lange keine Pizza mehr gehabt! Jeder bestellte sich ein Wagenrad,
außer P. er aß Nudeln, natürlich war die Portion zu klein. Wir ließen den Abend
im einem Irish Pub ausklingen, Morgen steht wieder eine Bike Tour auf dem
Programm!



            

Yosemite Nationalpark

06Aug2012



 



Tag 6 und 7 Yosemite

Sehr geehrte Dorfgemeine,

wir fuhren also am Freitag Richtung Yosemite Nationalpark.
Wir machten auch nix anderes, als zu fahren! Wir fuhren 13 Stunden durch
Kalifornien, jeder durfte bzw. musste mal ran ans Steuer. Ich hatte dabei die
wahrscheinlich „interessanteste“ Strecke. Es ging 200 Meilen geradeaus durch
die Wüste. Alle 30 Meilen mal eine willkommene Abwechslung, wie ein Baum am
Straßenrand, eine Bodenwelle oder ein Hügel am Horizont. Ich weiß nicht ob ich
das Lenkrad einmal richtig bedienen musste. Wir kamen dann, nach einem kurzen
Zwischenstopp, in einer typischen amerikanischen Kleinstadt, wo es sau
gefährlich aussah und wir direkt wieder schnell nen Schuh machten, ohne was zu
essen, nach 13 Stunden am Yosemite Park an. Es war dunkel, wir klapperten
sämtliche Motels/Hotels ab, alle Sold Out. Bis auf eins, im Comfort Hotel in
Oakhurts, ein kleiner Vorort, war noch ein Zimmerchen für uns frei. Wir
betraten die Rezeption, wo uns eine Stimme, Mischung aus 3 Schachteln Marlboro
und zwei Flaschen Jack Daniels Pro Tag, freundlich begrüßte. Ich bezahlte mit
meiner Visa, da unsere gemeinsame Master Card leider nicht mehr gedeckt ist, da
wir nur ein Limit bis 1500$ hatten. Missverständnis mit der Sport LB. Wir
bezogen unsere Bude, identisch mit der aus Seligman oder der ausm Grand Canyon.
Ab ins Bett, Morgen, Samstag, früh aufstehen! Samstagmorgen, um 9 zum Frühstück.
Wieder sehr nahrhaft, Bratwürstchen, Weißbrot, Eier etc. Danach ab in den
Nationalpark! Wir schlängelten uns die Kurvenreiche Strecke, erinnert ein
bisschen an Nordschleife, hoch bis zum Passiertor vom Park, 20$ Eintritt pro
Vehikel. Parkplatz suchen, um uns dann in eine Reihe zu stellen, damit wir den
nächsten Bus hoch zu den Redwood Trees bekommen. Vor uns gefühlte 1Mio Japaner
mit Kamera. Wir warteten ca. 30 min, dann stiegen wir ein. Temperatur im Bus,
gefühlte 3C*. Ab ging die Wilde fahrt, die Serpentinen hoch, oben angekommen,
checkten wir unsere Route, welche wir wandern wollten, um möglichst viele und
große Redwoods zu sehen. Redwoods sind übrigens Bäume, diese Bäume sehen aber
nicht aus wie unsere Appelbäume im Garten oder die Streichhölzer, welche die
Viererbande im Winter immer ummacht, nein diese Redwoods haben einen
Durchmesser von bis zu 12m und sind 100m hoch. Wir entschieden uns also,
aufgrund unserer durchweg sportlichen Truppe und den im Höhentraining
erfahrenen Plautze, für den 8 Meilen Rundkurs (1 Meile= 1,6Km). Wir watschelten
los, über Stock und Stein, Sandweg, Wurzeln. Natürlich hatten wir alle unsere
Wanderschuhe an, bzw. unsere Wander-Sneaker, meine Füße qualmen heute noch. Wir
guckten uns als erstes den größten Redwood im Yosemite an, 12m Durchmesser,
gigantisch! Benni und ich sprühten kurzerhand ein 4B auf den Baum, ab nächstem
Jahr muss für 40 Jahre also kein Holz mehr gemacht werden und Hartmut sollte
sein System zum Anzeichnen überdenken. 
Vorbei an riesigen Redwoods, echt beindruckend, schlug Sascha „Reinhold
Messner“ Sause vor, noch einen kleinen Umweg zum Fallen Tunnel Tree zu machen,
ein Redwood, wo mal ein Tunnel durchgeschlagen wurde, der dann aber 1969 unter
einer Schneelast zusammenbrach. Dieser Weg dorthin ging nur bergauf und war 1,7
Meilen lang, alle oben angekommen, total durchgeschwitzt, Plautze mittlerweile
im Sauerstoffzelt, guckten wir uns den umgefallenen Baum an und stellten fest,
dass es der scheiß Baum diese Knüppelei nicht wert war. Wir nahmen also den
Abstieg in Angriff, quer durch den Nationalpark, zum Auto! Zu Fuß! Wir waren
soo blöd, auch nicht eine Sau, kam auch nur auf die Idee, diesen Weg zu Fuß
zurück zu legen! Wir stiefelten also los, die Natur war echt schön aber 6
Meilen, bergab, über teilweise nur 80cm breite Trampelpfade, war echt
anstrengend! Wer kam auf diese Hirnverbrannte Idee?? Unsere Wander-Sneaker
qualmten, alle im Entenmarsch durch Bären und Puma gebiet. Nach 3 Stunden
schleppten wir uns unten angekommen noch schnell über einen Fluss und dann zum
Auto! Nie wieder Wandern, aber wir haben alles gesehen! Ab zum Hotel, Duschen!
Wir duschten alle im Affanzahn, da Steakhouse auf dem Programm stand. Wir
betraten die Lokalität, stellten uns an der Rezeption an und warteten bis wir
einen Tisch zu gewiesen bekamen. Die Torte an der Rezeption: „Whats your Name?“
Sause: „Sauermann“  Die Torte notierte: “
Zowerman“. Naja, wir setzten uns an Tisch, staunten über die leckeren Sachen in
der Speisekarte. Benni bestellte Rippchen, Sause nen Filet, Dirk, P. und Ich
Steak. Dirk und Ich bestellten uns noch ne Flasche Rotwein „Raven Wood“ dazu.
Der Kellner kam also mit der Bottel Rotwein, überreichte sie mir. Ich
begutachtete diese und befand sie für gut. Er nahm die Flasche wieder und
sagte, dass bei ihm seine Frau die Flasche Wein immer absegnen würde. Da Dirk
und ich auch schon genau das gleiche Essen bestellten und auch das Steak gleich
gebraten, dachte der Kellner wohl wir wären ein Paar! Tollewurst… Naja, danach
die Geschmacksprobe, alles gut! Das Essen war echt der Hammer! Benni aß die
besten Rippchen in seinem Leben, Unsere Steaks waren auch perfekt! Sause wollte
es Well Done, also durch! Leider war es nur Englisch… Sonst war es echt super!
Danach zahlten wir, Round about 30$ jeder. Außer bei mir kam noch die Flasche
Wein dazu. Dann ab aufs Hotel, noch ein paar von unserem Lieblings Bier „Miller
Highlife“ und ins Bett!



Das war der Samstag, mittlerweile ist es Sonntag. Wir waren
wieder im Park und hatten alle unsere Wander-Sneaker an, wir haben uns Bikes
ausgeliehen. Die Bikes, fette Puschen, nur ein Gang aber sonst ganz Ok. Wir
düsten los zum Yosemite Wasserfall, 700m hoch. Wir standen davor, leider kein
Wasser um diese Jahreszeit… Schade… Also weiter zu einem See mitten im Park,
wir wollten Baden gehen, da wir auch alle unsere Badehose eingepackt hatten. Am
See angekommen, Hm… Auch der See leider trocken! Dumm gelaufen… Ab aufn
Drahtsesel und zu einen der unzähligen Flüssen mit frischem Quellwasser aus den
Bergen. Wir fanden dann auch eine geeignete Stelle, wo viele Felsen im Wasser
waren und es auch einige tiefe Stellen gab, wo wir schwimmen oder wie Tim und
Benni , von einem Felsen springen konnten. 
Leider fiel ich beim Felsen klettern ins Wasser, bevor ich meine lila Ostzonenbadehose
an hatte. Es entwickelte sich ein feucht fröhlicher Badespaß, wie die zehn
Jährigen tollten wir im Fluss herum. Wir hingen ca. 3 Stunden im kühlen Nass
und auf den Felsen ab,  denn  es waren auch 35C*, bis wir dann irgendwann
wieder die Hühner sattelten und uns via Bike auf zum Auto machten. Nun Fahren
wir wieder zu unserem Hotel, ca. 1 Stunde fahrt, um dann zum Steakhouse zu
gehen um uns die Pauke vollzuschlagen.



Montag geht’s ab nach San Francisco! Da werden wir wohl
abends mal wieder die Kneipen unsicher machen…



Uns geht’s gut, Grüße an Omma und Oppa, die diesen Bericht
gerade auf Nikkas IPad lesen.

Grand Canyon

04Aug2012

    Tag 5 und 6! On the road, Grand Canyon 

Hallo Freunde, Bekannte und Ommas und Oppas, wir erreichten
um 19.30 Uhr Ortszeit am Mittwochabend Seligman. Seligman ist etwa so groß wie
Velpke und die Kleinstadt, wo die Macher des Disneyfilms CARS ihre Inspiration
her haben. Die Cars, also z.B. der rote Abschleppwagen stehen da alle in
Wirklichkeit am Straßenrand. Wir checkten also kurzerhand in einem typischen
amerikanischen Motel, direkt an der Route 66 ein. Zimmerpreis 88$, zwei große
Betten und nen Bad. Fast so luxuriös wie in Vegas…  Nicht! Benni entschied sich nach fairem
Streichholzziehen, wer zu Dritt im Bett schlafen muss, kurzerhand dafür auf dem
Boden zu schlafen. So hatten Sause und ich also die Leibeshöhle für uns
alleine.  Gegenüber unseres Motels
befindet sich WestSide Lilos Café, der eigentliche halt für unseren Stopp in
Seligman. Dieses Café wird von ehemaligen deutschen Auswanderern betrieben. Vor
kurzem gab es auf ZDF eine Reportage (Einmal Wilder Westen und zurück)über
Lilos Familie. Diese Familie tauschte für einige Zeit mit einer Bayrischen
Familie, ihre Lokalitäten. Leider war gestern Abend keiner der bekannten Gesichter
zugegen. Egal, wir setzten uns rein in die Pinte und stellten fest, dass
überall deutsche Staubfänger an den Wänden hingen, Nummernschilder, Bilder,
Krüge etc. Die Speisekarte war auch mit einigen deutschen Spezialitäten
bestückt, German Bratwurst oder Wiener Schnitzel. Da jeder von uns aber
mittlerweile seit 12 Stunden kein typischen amerikanischen Burger mehr verputzt
hatte, fiel die Wahl zur Überraschung aller beteiligten auf Burger! Natürlich
alle mit Fries als Beilage, außer einer… Plautze, ja P. unglaublich aber wahr,
bestellte sein Bremsklotz mit einer Salat Beilage. Bei den Getränken
entschieden wir uns alle für Becks und ne Pepsi dazu. Der Pepsi Becher war so
groß, dass ich hätte meine Rübe reinstecken können, halb voll mit Eiswürfeln. Die
Burger kamen, dazu die selbstgemachten Fritten, sau lecker. Das war bisher der
beste Burger in den USA. Die Portion wurde von allen gerad so geschafft, naja
von fast allen… Danach gingen wir alle pennen, um für heute, Donnerstag 02.08.
Fit zu sein. Um 7.00 aufgestanden, Duschen, Sachen in die Karre und ab zum
Grand Canyon.



Wir kamen also Donnerstagmorgen, nach 160Km Fahrt am Grand
Canyon Nationalpark an. Nach der ganzen kräftezehrenden Feierei, in Vegas und
NY, wollten wir es nunmal ein wenig ruhiger angehen lassen und den Kulturteil
der Reise mit weiteren Highlits aufwerten. Wir reiten uns in die Autoschlange
ein, neben uns eine riesen Horde Neuseeländer mit ihren knatternden Harleys,
Rauschebärte und fluppe im Maul. Wir zahlten 25$ Eintritt, pro Karre! Ab ging
die wilde fahrt, die Straßen schlängelten sich Berg ab, Berg auf durch das
dichte Grün. Wir fuhren als erstes die Yawapai lodge an, wo wir unsere Zimmer
bezogen. Glück gehabt, dass was frei war! Das Zimmer hatte wieder zwei Betten,
nen Bad und natürlich nen Flatscreen und Klimaanlage. Wir hatten Hunger, also
machten wir uns auf den Weg zum Supermarkt und kauften Brot, Wiener Würstchen
etc. ein, um mal wieder was anderes zu futtern! Nach dem Essen ging es dann
los, ab ins Auto und zum Yawapai Point, an den Canyon. Keiner hatte auch nur
die leiseste Ahnung, was uns dort erwarten würde… Wir schlängelten uns wieder
die Straßen durch den Park, stellten unseren Schlitten ab, gingen ein paar
Meter, Bam! Uns traf der Schlag, so was hatte von uns noch nie einer gesehen,
der Grand Canyon, zumindest ein Stück von hunderten von Kilometern, rot/gelb
schimmernden Felswänden, welche auch in ihrer, vom Wasser und Wind geschaffenen
Form, einfach nur gigantisch anmuten! Teilweise bis zu 18 Meilen Durchmesser,
dahinter der weite Wilde Westen, standen wir nun mit zittrigen Knien vorne an
den Klippen und schauten auf den sich 2000m unter uns fließenden Colorado
River. Unglaublich, unbeschreiblich! Wir waren uns einig, das war das
beeindruckteste, was wir jemals in unserem Leben gesehen haben! Wir schossen
Foto um Foto, ich weiß nicht wie oft wir gestern „WoW“ gesagt habe. Wir gingen
ein paar hundert Meter auf und ab und saugten alles auf, um dann zum Desert
View zu fahren, der höchste Punkt im Grand Canyon! Auch da wieder ein unbeschreiblicher
Blick! Wir holten uns was zu trinken und setzten uns ein wenig von den
Touristenpunkten ab, um zu einer abgelegenen Stelle zu gehen und für uns die
Aussicht zu genießen. Benni, Dirk und ich machten uns auf den Weg zu einer
abgelegenen Klippe, Benni legte für die Nachwelt „Holzland“ mit Steinen auf die
Klippe, wir setzten uns dazu und ließen unsere Beine in die Schlucht baumeln…
Amazing! Das Erlebnis nimmt uns nie wieder wer! 100m links über uns saßen
Plautze und Sause mit Kameras bewaffnet. Nach mehreren Stunden im Canyon und
mehreren Sonnenbränden, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserer Hütte.
Wir aßen zu Abend, um uns dann auf zum Hopi Point zu machen, dort sollte man
besonders gut den Sonnenuntergang beobachten können. Die Sonne sollte um 19.33
untergehen, wir gingen 18.45 los, atzten wie von der Tarantel gestochen den
Berg hoch, um dann den Sonnenuntergang zu verpassen, dumm gelaufen. Wir haben
den Weg und vor allem auch die Steigung zum Hopi Point ein wenig unterschätzt,
wir bogen also vorher ab zu einem anderen Punkt. Kollege Plautze is für so ein
Höhentraining nicht sonderlich gut ausgelegt… Trotz allem war die Aussicht auch
dort wieder gigantisch. Wie die Felsen von Rot, langsam ins dunkele übergingen.
Wir machten uns nach unzähligen Fotos und einer Komödien reifen Einlage von
Dirk in Sachen Gruppenfoto mit Selbstauslöser, wieder auf den Weg ins Tal. Es
war stockduster, zum Glück wurden wir von keinem Puma verspeist. Wir ließen den
Tag, die Eindrücke bei nem Träger Corona ausklingen. Dirk regte an nächstes
Jahr in die Mensuren zu fahren. Heute Morgen um 5.00 klingelte der Wecker,
Sause und Urlaubsfotograf Dirk, fuhren raus um den Sonnenaufgang mitzunehmen
und Fotos zu knipsen. Fazit: Fahrt alle mal in Grand Canyon und guckt euch den
Spaß  an, ihr werdet niemals was
imposanteres zu sehen bekommen!



Mittlerweile ist es Freitag, 10.30 Uhr und wir befinden uns
bei H-Blockx Mukke, auf dem Weg Richtung Yosemite Nationalpark, in 8h sind wir
dann auch schon da. Mal schauen was uns dort spannendes erwartet!



Grüße von allen an alle Dörfler, uns geht’s super!

Hangover

02Aug2012



Tag 3 und 4 Las Vegas

Hallo Freunde,   mein
letzter Reisebericht endete im Flieger Richtung Las Vegas, dort landeten wir
dann nach gefühlten 100 Stunden Flug um 23.00 Uhr Ortszeit auch. Der große
schwarze Mann donnerte noch liebevoll unsere Koffer in den Wagen und fuhr sie
dann zum Gepäckband. Jenes Gepäckband erreicht man in Vegas nur mit einem
Bahnshuttle, verrückt! Der komplette Flughafen ist mit Teppich gepflastert,
sehr zu Freude der Putzfrauen, welche mit ihren „Aufsitzstaubsaugern“ durchs
Terminal cruisen. Wir mussten zusehen das wir den Airport möglichst schnell
verlassen, der 10 stündige Nikotinentzug, brachte Sause fast an den Rand des
Wahnsinns! Wir orientieren uns also mit unseren Rucksäcken Richtung EXIT um zu
unserem Hotel Flamingo verfrachtet zu werden. Aber nein Freunde, wir als
zurückhaltende, bescheidene Touristen fuhren nicht mit dem Taxi, wir fuhren
dann doch lieber standesgemäß mit einer Stretchlimo zur Bettenburg. Wir setzten
uns also in den ca. 10m langen Proletenschlitten, leider ohne Zapfanlage und
Champagner und der nette Herr am Steuer kutschierte die fünf Dorfvips quer
durch Vegas, über den „Strip“ zum Hotel, 60$ die Fahrt! Was gönnt man sich
nicht alles… Wir checkten ein, Zimmer 18038 und 19038! Riesiges Hotel, wie
allen anderen dort auch! Wir fuhren also mit einem der 10 Fahrstühle in den 18.
Stock und öffneten unsere Zimmer, Wahnsinn!!!! Zwei Räume, zwei Flatscreens,
zwei Bose Soundsysteme, zwei Bäder und die Aussicht quer über den Strip! Der
krasse Gegensatz zu unserem Hostel in NY. Keiner von uns hatte jemals zuvor so
ein Luxuriöses Hotelzimmer bezogen und es war sogar billiger als das „Loch“ in
NY. Nach ausgiebigen checks des Zimmers, schlenderten wir durch das riesige
Casino, beobachteten die hunderte von Spielern und gönnten uns ein paar Bier,
bevor wir selbst unser Glück versuchten. Wir fanden schnell spaß an den
einarmigen Banditen und fütterten den Automat Dollar um Dollar, Sause gewann
direkt bei 5$ Einsatz am Automat 18$. Von der Euphorie um den schnellen Gewinn
und den moderaten Bierpreisen getragen, saßen wir noch 2 Stunden vor den
Geldvernichtungsmaschinen, um dann am Ende alle ca. bei plus/minus Null, mit
nem großen Träger Miller Highlife, auf dem Zimmer zu verschwinden.  Der einzige der Gewinn machte, war Dirk mit
12$. Für den nächsten Tag hatten wir uns einiges vorgenommen… An unserem
zweiten Tag in der Spielestadt, wurden Tim und ich morgens durch ein ekelhaftes
Telefongeräusch geweckt. Dirk überbrachte uns die freudige Nachricht, dass er
für Benni, Sause und sich ein zünftiges Frühstück bestellt hat, aufs Zimmer via
Lieferservice versteht sich. Tim und ich machten uns also auf den Weg zu den
dreien. Es klopfte an der Tür: „Klok klok, service..“ Die Servicetorte betrat
unsere Villa, schob ihren Fresswagen rein und hob die Deckel von den Tellern!
Wow, Bratwürste mit Kartoffelecken, gebratene Eier und Brot, dazu ein Miller
aus unserem Restbestand vom Abend vorher. Typisch Amerikanisch halt und
normalerweise nicht zu schaffen. Dirk putze den Teller leer, Benni und „ich hab
noch nie in meinem Leben aufgegessen“ Sause quittierten schnell den Dienst. P.
und ich ließen uns nicht lange bitten. Nach dem äußerst nahrhaften und gesunden
Frühstück, machten wir uns auf den Weg zum Pool. Es war sau schwül und es
regnete leicht, die Putzfrau teilte Dirk mit, dass es in Vegas NIE regnet,
zumindest habe sie es noch nie erlebt. So, am Pool angekommen fiel uns auf das
es eine Sicherheitskontrolle gab und jeder seine Zimmerkarte brauchte. Also
wieder quer zurück durchs Casino, in den Aufzug, 18. Stock, wieder runter. Bei
den „Poolbeamten“ angekommen: „Sir, your ID please!“ Wat?? Brennen die??
Natürlich nicht dabei, also wieder in 18. Stock. ID holen, wieder runter,
Sicherheitscheck im Poolbereich. Wir wurden Glücklicherweise nicht als Al
Quaida Mittglieder enttarnt und durften die Badeanstalt betreten. Liege
aussuchen, dann check der Poolbar. Bingo, es gab den Menbucket. 6 kalte Miller
in einem Eimer voll Eis, natürlich kauften wir uns gleich zwei, um dann die
obligatorische Frage gestellt zu bekommen, wo wir her kämen. „We are Germans“
Keine weiteren Fragen seitens des Barmanns. Da wir gleich zwei Biereimer
kauften, bekamen wir noch ein Diätbier dazu. Danke für die Blumen… Wir atmeten
die Eimer im Pool und auf unseren Liegen direkt weg und beendeten unsere
Schwimmsession, um in die KISS Minigolfbahn zu gehen, zufälligerweise liegt
diese direkt neben dem Hofbräuhaus Las Vegas…. Nach einem elend langen
Fußmarsch, quer durch die Stadt, an allen großen bekannten Hotels vorbei und
einmal verlaufen, erreichten wir die Bahn. Plautze und Sause wären auf der Tour
beinahe gestorben vor Erschöpfung gestorben. Rein in den Schuppen, wiedermal
voll klimatisiert, wie alles in den Staaten. Von 35C* auf 15C* runtergekühlt
betraten wir die Bahn, Schwarzlicht, laute KISS Mucke, cool gemacht alles! Ich
hatte mit Dirk gewettet, dass ich weniger Schläge brauchen werde. Der selbst
ernannte Minigolf Tiger Woods war ne harte Nuss, aber zu knacken.  Nach 18 Bahnen dann die offizielle
Siegerehrung seitens des Turnierleiters Benni. 1.Benni, 42 Schläge. 2. Ich (44)
3. Sause (46). Dahinter folgten Dirk und Plautze. Tim sah im Laufe des Spiels
ein, dass es nicht sein „Sport“ ist. Fazit: Dirk wurde besiegt! Wir gingen also
rüber zum Hofbräuhaus, sieht aus wie aus Pappmaschee, um ein (!) Bier zu
trinken und zu Abend zu essen. Endlich mal wieder was deutsches, kein Fast
Food, keine Pizza sondern Kartoffeln! Der Laden ist von vorne bis hinten
klischeemäßig deutsch, vorne spielen 3 importierte Lederhosen aus Bayern ihre
Wiesn Hits, ein Keyboarder, Gitarrist und nen Bläser, der auch mal singt, wenn
er nicht gerade mit seinem riesigen Alphorn bei den Ami´s aufm Tisch steht, und
diese mit seinem gedudel begeistert. Die Ami´s denken da steht ein dicker,
Außerirdischer  Mann in Lederhosen.
Diesem stecken sie dann voller Begeisterung, als wenn dieser von einem anderen
Planeten kommen würde, Trinkgeld in sein Horn. Kein Wunder, dass die Ami´s
denken, wir laufen alle in Lederhose rum in Deutschland. Jede halbe Stunde,
schwingt einer der Bazis sein Maßkrug und trällert Bayrisches Kulturgut „Ein
Prosit der Gemütlichkeit“. Naja, es ist ja richtig! Wir saßen also da,
begutachteten die Speisekarte und bestellten Weizen bei der Amerikanischen
Bedienung. Ich glaube das war das beste Weizen, was ich je getrunken habe, nach
Litern von Maisbier die Tage vorher. Geplant war EIN Bier… Da wir aber das
erste in nem Affenzahn weg hatten und die Bedienung relativ schnell den Braten
gerochen hatte, mit was für Touristen sie es hier zu tun hatte, nahm das Drama
seinen lauf! Es war quasi der Anfang vom Ende des Abends. Wir aßen also unser
typisch Bayrisches Essen, Nürnberger mit Kartoffeln und Sauerkraut, Lerberkäse,
Kartoffelsalat und Dirk ne Schuhsole, es war wirklich sau lecker, wie zu Hause!
Im Laufe der Zeit brachte die Bedienung Bier um Bier ran um dann schließlich
gleich auf Maßkrüge umzuschwenken. Zu späterer Stunde wurden uns dann zwei Ami´s
an Tisch gesetzt, mit denen wir uns cool unterhalten haben. Er fragte ob es
wirklich genauso in Deutschland sei, wie hier. Wir meinten das es nicht ganz so
viel ist wie hier, hier ist es ein wenig too much, für Touris und Einheimische
halt. Es war dann irgendwann 22.00, der nette Herr hatte uns noch ne Runde
geschmissen, Maß versteht sich. Die Lampen waren an, die Lampen der Ami´s
glühten förmlich! Es wurde mittlerweile auf den Tischen getanzt, der
Jägermeister und Obstler scheint den Ami´s auch zu schmecken. Im amerikanischen
Bayern scheint es Tradition zu sein, dass man sich nach einer Runde Schnappes
an den Tisch stellt und sich von der Servicetorte den Arsch mit dem
Schnappsbrett versohlen lässt, total Affig! So standen also immer wieder Ami´s
an den Tischen und es klatsche… Beim Pinkeln hörte man ständig kotzende
Amerikaner. „Don´t drink so much german beer, if you´re not a german“ Die
Antwort aus der Klokabine kam prompt. „shut up, german motherfucker“ hehehehe, der
Klomann hat sich auch sau weggehauen. Am Nachbartisch saßen Schweitzer, was den
Bierkonsum nicht gerade einschränkte, im Gegenteil, wir freundeten uns mit
ihnen an und das Unheil nahm seinen Lauf, wir feierten uns mittlerweile auch,
sangen ein Prosit und warfen weitere Abendplanung erst mal über Bord. Tim
wollte nämlich pünktlich am Pokertisch sitzen…  Dann das Highlight des Abends, die
Importierten Bayern auf der Bühne, klimperten die amerikanische Nationalhymne,
alle standen auf, Hand aufs Herz und los geht’s! Unglaublich, drei Bayern in
Lederhose, spielen des Ami´s Liebstes Lied im Hofbräuhaus in Las Vegas,
tosender Applaus! Da wir alle später noch im Casino Black Jack spielen wollten,
zogen wir die Reißleine, zahlten unsere bescheidene Rechnung von 300$ um zurück
zum Hotel zu fahren. Dummerweise war gegenüber vom „Brauhaus“ das Hard Rock
Café las Vegas, also da noch schnell rein und nen Absacker oder auch zwei!
Jetzt aber los, ins Taxi, Plautze lattenstramm, versuchte dem Taxifahrer in
einem verhandlungssicheren Suff-Englisch Eintracht Braunschweig schmackhaft zu
machen um dann danach neben mir an der Pokerrampe im Casino einzuschlafen, 5min
später wieder aufzuwachen um von uns an einen Pokertisch geführt zu werden. Er
kaufte sich also für 50$ ein und wurde ausgenommen wie eine Weihnachtsganz!
Benni hat es leider nicht mehr ins Casino geschafft, da war wohl das letzte
Bier schlecht. So zogen also Dirk, Sause und ich an einen Black Jack Tisch,
Pokerface aufgesetzt und immer sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit,
15$ Einsatz, 5min später 80$ gewinn, so muss das laufen! Bei weiteren Runden am
Banditen und am Tisch und noch mehr Freibier, gingen so allmählich die Lichter
aus! Plautze war auf einmal verschollen, wir drei zogen ins Mirage Hotel um da
nochmal Black jack zu spielen. Wieder 50$ gewonnen! Danach war der berühmte
Ofen endgültig ausgeleckt. Wir torkelten zurück, ich verbrannte alleine, warum
auch immer, noch 30$ in Banditen und ab ins Bett. Wat nen Abend! Plautze kam
irgendwann nachts rein, er hatte Holländer kennengelernt und wollte mit denen
Bierpong spielen, soviel wusste er noch. Dirk ist noch alleine ins Caesars
Pallace und hat Haus und Hof verzockt.. J
Fazit: Ich bin mit 70$ zum Minigolf und heut Morgen mit 75$ aufgewacht, Dirk
hat 15$ minus gemacht. Plautze weiß leider nix mehr, der bekommt sein Abend
leider nicht mehr zusammen. Las Vegas ist eine tolle Stadt, gut das wir nur
zwei Tage dort waren, sonst wären wir jetzt wahrscheinlich pleite! Gerade, 2.
August 18.00 Ortszeit befinden wir uns auf der Route 66 auf dem Weg nach
Seligman.Wir haben nämlich heut Mittag unseren Roadtrip Porsche abgeholt. Die
Rollen in unserem weißen KIA Van wurden verteilt. Benni: Fahrer, Dirk: DJ
Ekstase, Plautze: Koordinator, wurde aber nach zwei Stunden Fahrt wieder
entlassen, Sause übernimmt den Job. Plautze ist derzeit Arbeitslos. Ich:
Smutje. Vorhin haben wir uns noch den Hoover Damm angeguckt, geringfügig größer
als meine Staudämme, welche ich früher immer im Katarienbach gebaut habe.
Gigantisch!



Der eigentliche Roadtrip beginnt genau jetzt….



Bis Morgen freunde 

Fotos NY

31Juli2012

Tag 2 in New York

31Juli2012


Tag 2

Gestern, unser zweiter Tag in NY war Weltklasse... Der
Wecker klingelte zu meiner Verwunderung bei Tim schon um 7.30, er stand auch
prompt auf und ging Duschen. Sogar Herr Sauermann war pünktlich um 8.30 zu
unserem „lecker“ Frühstück aufm Damm! Es gab köstlich, teure Truthahnmortadella
mit einem undefinierbaren süßen Brot, das Brot war so Süß, hätten wir die
Mortadella auf eine Tafel Milka Schokolade gelegt, hätte es den gleichen Effekt
gehabt. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einem Fahrradverleih, um
Manhattan mit dem Bike zu erkunden. Diese Idee sollte sich als „Idee des Tages“
erweisen. Natürlich hatte der Bike Verleih um 9.00 morgens (Sonntag) noch nicht
auf, also verbrachten wir die Zeit bis um 10.00 auf nem Pier im Hudson River
vor der Skyline von NY, schossen gefühlte 7645 Fotos und philosophierten über
die unzähligen Jogger, Walker, Spaziergänger und Poser welche am Fluss ihre
Runden drehten. Zurück zum Fahrradsiggi, der dann um 10.00 auch bereit war sein
Laden zu öffnen und uns fünf Tour de France taugliche Drahtesel zur Verfügung
zu stellen. Die Bikes würden in deutschen Bike Rentals wahrscheinlich nur noch
als Ersatzteillager dienen. Übrigens, währenddessen ich hier diesen Text gerade
verfasse, sitzen wir auf dem JFK Airport mit ca. 4 Stunden Verspätung fest, da
ein Fluggast Asiatischer Herkunft so freundlich war, 5min vor Start und schon
auf der Startbahn stehend, auffiel dass es ihm nicht gut ginge. Kapitän „Karl
Knall“ steuerte also seinen Vogel wieder quer über den Airport zurück ans Gate!
Naja, es ist ja richtig! Ok, nachdem wir uns jeder ein Manhattan-cruiser  ausgesucht hatten und die Sattel von China
auf Deutschland eingestellt hatten machten wir uns pünktlich um 10.10 auf den
Weg Richtung Maddison Square Garden, quer durch Manhattan. Da wir vorbildlich auch
bei den Rotphasen der Ampeln stehen blieben, im Gegensatz zu den New Yorkern,
waren die Fußgänger teilweise schneller unterwegs. Wir fuhren also am MSG
vorbei, was übrigens nen riesiger Schuppen ist, um direkt im Herz von Manhatten
zu landen. Macys, dass angeblich größte Kaufhaus der Welt, Mc´s in
Amerikanischer Ausführung und  1 Mio.
Taxis! Jede Sekunde musste damit gerechnet werden, dass uns irgendwer umfährt
oder zumindest an hupt! Weil: Was bei uns ein Blinker ist, ist in NY die Hupe..
Desto länger wir uns also durch die Stadt schlängelten umso dreister führten
wir unser Vehikel durch die überfüllten Straßen, am Empire State Building
vorbei Richtung Central-Park. Nach dem Motto: „Wer Bremst verliert“ haben wir
die Erfahrung gemacht, lässt es sich besser fahren und die anderen
Verkehrsteilnehmer respektieren ein mehr! Nix für schwache Nerven… J



Im Central-Park angekommen, musste wir feststellen, dass
hier nicht nur unzählige Jogger, Walker und Poser unterwegs waren, sondern auch
unzählige Rennradfahrer, die mit einem Affenzahn an dir vorbei gemöbelt sind.
Zu allem Überfluss, fahren dort auch Kutschen, welche Touristen für nen
„schmalen“ Dollar und ne Persönliche Stadtführung durchs grüne kutschieren,
tierischer Pferdegeruch im Preis mit inbegriffen. Von allem überwältigt,
pausierten wir an der berühmten Skyline von „Kevin allein in New York“, machten
nen paar gestellte Fotos und kippten uns eines der extra Süßen Getränke der
Coca-Cola Company rein. Von der grünen Lunge ging es dann steil die 5thAv
hinunter, um wieder von unzähligen Taxis überholt zu werden. Ecke 54st war dann
Stop, da dort Dirk sein im Internet ausgemachten Kamera Shop vermutete und
diesen eines Objektivs für seine Spiegelreflexkamera erleichtern wollte. Es gab
viele Kamera Shops in dieser Gegend nur leider nicht DEN. Alle hatten auch das
im Internet angepriesene Objektiv aber es lief ab wie auf einem Flohmarkt und
die Händler (Inder) Preise verlangten die jenseits von Gut und Böse lagen. Dirk
entschloss sich später lieber nochmal genau zu gucken, wo der Shop liegt.
Glücklicherweise fanden wir auf der Suche nach dem Shop, einen  New Era Shop. Wo sich dann Sause und Dirk in
der Auswahl von gefühlten 5000 Caps zwei schicke Exemplare rauspickten,
wesentlich billiger als hier.



Da wir mit dem Fahrrad auch noch zur Südspitze von Manhattan
wollten um uns Ground Zero mal anzugucken, radelten wir also an den Rand der
Stadt zum East River, um diesen entlang zu radeln und uns ein wenig schneller
fortzubewegen. Wir waren ein wenig unter Zeitdruck da wir uns um 15.33 in den
Bronx NY Yankees-Boston Red Sox im Baseball angucken wollten. Die Idee mit dem
East River, um dort schneller zu sein, erwies sich als Trugschluss. Wir hatten
die Entfernung total unterschätz und im Schlepptau Sascha „Lance Armstrong“
Sause. J
Wir mussten uns also wieder den schmalen Weg mit Joggern, Walkern und Posern
teilen um ans Ziel zu gelangen. Außer ein paar vergammelte Hafengebäude,
Baseballspielende Amerikaner Kids und eine Harley Davidson Motorrad Staffel
gabs nicht viel zu sehen. Wir verabschiedeten uns also von der Idee mit Ground
Zero und verschoben den Plan auf Montagmorgen.  Wir brachten um 13.45 und ca. 18Km kreuz und
Quer durch Manhattan unsere Bikes zurück. Nach meiner Rechnung waren wir also 3
Stunden 35min unterwegs, glücklicherweise hatte der Fahrradsiggi seine
schulische Laufbahn nach der zweiten Klasse beendet um Fahrradsiggi zu werden,
die dafür aber benötigen Grundvorrausetzungen wie: Addieren/Subtrahieren und
das Ablesen einer Uhr werden aber erst ab der dritten Klasse vermittelt. So
waren wir also laut Siggi 2,5 h unterwegs! Gut für uns, wir zahlten jeder
nur  17$ plus Trinkgeld. Normalerweise
kostet der Spaß  7$/h. Es hilft ja
nichts..



Wir hasteten also zu Fuß zum Hotel zurück um zum Baseball zu
fahren, es war bereits 14.30. Kurz umgezogen und ab in die U-Bahn, nach einer
halben Stunde fahrt erreichten wir Bronx und das dazugehörige Yankee Stadium.
40 min vor Anpfiff, kein Mensch da, kein Fan.. Nichts! Komisch.. Leider hatten
wir uns in der Zeit vertan, da Spiel wird erst um 20.00 Angepfiffen. Shit! Was
nu? Erstmal zurück zum Subway, auf dem Weg dahin sprach uns ein zierlicher
2,37m ehemaliger US-Soldat an, dieser sammelte Spenden für seine Kammeraden und
zog uns nach seinem fünf minütigen Monolog, von dem wir alle nur die Hälfte
verstanden hatten, fünf Kröten aus der Tasche. Jeden Tag eine gute Tat! Mit dem
Subway also wieder Richtung Manhattan, genauer Richtung Macys, dem „tollsten“
Kaufhaus der Welt! Tim, Sause und ich wollten uns mal nach Dr.Dre Headphones
erkundigen. Leider ist die Multimedia Abteilung im größten und tollsten
Kaufhaus, so groß wie Bäckerei Tepel. Unglaublich, nicht einmal CDs verkauft
der Schuppen. Auf die Enttäuschung sind wir erst mal Essen gegangen. Lecker New
Yorker Pizza, war echt super. Tim hatte Nudeln, wiedererwartend war die Portion
zu klein, da aber Sause wiedererwartend nicht auf aß, kam Tim noch zu seinem
Stück Pizza. Die Zeit verstrich, nach mehreren Kamera Shops und weiteren
Enttäuschungen in Sachen Objektiv machten wir uns wieder auf den Weg zu den
Yankees! Fünf Typen, strahlender Sonnenschein, alle die gleiche Sonnenbrille
und alle voller Vorfreude, stellten wir uns den Sicherheitskontrollen am
Einlass, recht lasch dafür dass vor der Schüssel Cops mit Maschinengewehr
abhängen. Wir checkten erst mal den Bierstand und ja es gab Bier! Wie bei uns
auch, nahmen wir unsere Plätze ein und einer sollte fünf Bier holen.
Pustekuchen, als ich dem netten Herren an der Rampe verklickern wollte das ich
fünf Bier für mich und meine durstigen Freunde bräuchte, meinte er nur „ID“ Ahh,
alles klar dachte ich mir, kein Problem! Doch, er braucht alle fünf Ausweise
und alle fünf müssen auch immer dabei sein, wenn wir die Schorle holen. Ok,
auch kein Problem, wir stellen uns zu fünft an und bestellen also fünf Bud
Light in einem Becher der ca. das Fassungsvermögen von 0,689l hatte. Der wohl
etwas unerfahrene Zapfer setze also den labbrigen Becher unter die Zapfe, zog
an dem ca. 2m langem Bud-Light Griff und machte den Hobel RANDVOLL, die Blume
wurde immer schön abgekippt, damit das Bier zu dem von vornherein schon
erwarteten vollmundigen Geschmack, auch gleich noch optisch ne glatte sechs
ist! Noch nie in meine Leben habe ich gesehen wie man innerhalb so kurzer Zeit
fünf so ne Humpen voll zapft! Blume gabs natürlich nicht… Kostenpunkt pro
Yankee Cup 11$, die Runde kostet also 55$. Zurück zum Platz beobachteten wir
das Geschehen und kosteten an unserem Bier, nicht wie bei uns aber okay vom
Geschmack her. Der Pitcher wärmte sich vor unserer Nase auf und desto wärmer
die beiden wurden, desto weiter entfernten sie sich voneinander um dann am Ende
ca. 70m auseinander zu stehen und sich die Bälle mit einer Präzision von einer
Sniper in die Handschuhe zu knallen, Wahnsinn! Das Publikum um uns herum, eine
typische Amerikanische Familie,Mutter, dicker Vater, zwei dicke Söhne und ne
moppelige Tochter. Alle mit Pommes, Chickenwings und Pizza ausgestattet.
Allgemein dauerte es glaub ich bis zum vierten Inning, bis die Ammys
spitzgekriegt haben das wir „germans“ sind. Es muss wohl daran gelegen haben,
dass alle 30min fünf Plätze schlagartig frei wurden und dann aber auch schnell
wieder mit gefülltem Bechern belegt wurden. Das Spiel hat sein Übriges dazu
beigetragen, sehr spannend und auch cool wie die Ammys mitgehen. In der
Halbzeit haben wir dann erst mal, wie auch schon vor dem Spiel die
Nationalhymne geträllert. Da fahren alle total drauf ab… Das Spiel ging dem
Ende entgegen und sogar in die Verlängerung, nachdem die Yankees mit einem
Homerun zum 2-2 ausglichen. Nur leider ging unser Bierstand nicht in die
Verlängerung, glücklicherweise hatte unser „Zapfer“ sich aufgrund der häufigen
Besuche während des Spiels, unsere Gesichter gemerkt und es mussten nur noch
zwei losgehen zum Bierholen, trotzdem alle IDs vorlegen. Benni musste also in
der Verlängerung einmal halb durchs Stadion laufen um die letzte Runde Bier zu
holen… Naja, dass Spiel ging 3-2 für die Red Sox aus. Wir entschlossen uns nach
dem Spiel noch nen Absacker im Yankee Hard Rock Café zu nehmen, alle
mittlerweile ziemlich auf Sendung, setzten wir uns an einen Tisch und guckten
den Ammys dabei zu, wie sie sich nachts um 12.00 noch die fetten Burger und
Fritten reinzogen. Die Runde Budweiserl übrigens  45$, hey, billiger als im Stadion! Ausgetrunken
und ab in die U-Bahn, Timesquare! Dirk musste noch ein Ausgeben, weil er das
Yankee-Stadium auf 25000 Plätze schätzte, knapp daneben. 50000 gehen in die
Mühle! Also, Timesquare bei Nacht, alles hell erleuchtet, unendlich viele
Leuchtreklamen und wir mit unseren Papptüten mittendrin. Leider wurde mir die
Papptüte von einer freundlichen 1,35m officerin asiatischer Herkunft
abgenommen. Grund, das Getränk in der Tüte, also mein Bier, war offen. Man darf
es nur geschlossen durch die gegend tragen. Ein Straßenverkäufer hat uns später
erzählt, dass es für einen einheimischen ziemlich teuer gewesen wäre.. Und dann
der Geheimtipp vom Verkäufer, bei Mcs rein, Cola kaufen, austrinken, Bier rein!
Tatsächlich, es stört dann kein Schwein mehr. Bekloppt! J Wir torkelten also alle in
die fast leere U-Bahn um kurzerhand noch Tims und Bennis Pole-Dance Künste zu
begutachten, leicht wie eine Feder, glitten sie an den Stangen im Waggon auf
und ab, Wahnsinn! Unglaublich unschön, den anderen Mitfahrern schien es
gefallen zu haben, einer hat sogar geklatscht! Fazit: Auch mit Light Bier kann
man einiges erreichen, man muss nur ein wenig mehr trinken. Der lange Tag
endete und begann heut Morgen mit Kopfschmerzen! J
Unser letzter Tag in New York, schnell noch Ground Zero angeguckt und das
Bankenviertel, gigantisch! Ground Zero, nicht zu empfehlen aber Gratis! Tim hat
sich noch nen IPad gegönnt und Dirk hat nach langer Suche seinen Kamera Shop
gefunden und sein Objektiv eigekauft! Alles wird gut…  Mittlerweile haben wir es Montag 21.00, wir
sitzen immer noch im Flieger Richtung Las Vegas, genauer gesagt sitzen wir
schon seit um 16.15 im Flieger, da es ja einen kurzerhand erkrankten
asiatischen Fluggast gab!



Bis Morgen Freunde!

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.